3000km

Mit dem Fahrrad zum Schwarzen Meer

Brigach und Breg bringen die Donau zu weg. Oder etwa doch nicht?

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Irgendwie haben wir uns das wohl zu einfach vorgestellt mit der Donauquelle. In Donaueschingen angekommen wurden wir darüber belehrt, dass Brigach und Breg mitnichten die Quellen der Donau sind, sondern dass sich in Donaueschingen die einzig wahre Quelle befindet. Und zwar nicht weil sich dort Breg und Brigach vereinigen. Nein, die Quelle des zweitgrößten Stroms Europas soll zwischen der Stadtkirche St. Johann und dem Schloss aus der Erde sprudeln. Also radelten wir zu dieser Karstaufstoßquelle, wo uns eine große Baustelle mit dem Hinweis: „Die Donauquelle ist umgezogen!“ begrüßte. 🙂

Donaueschingen

Unsere Verwirrung war schließlich perfekt als wir auf dem Donauradweg hinter Immendingen die Donauversickerung vorfanden. Die Donau versickert dort einfach im Boden. Etliche Kilometer ist das Flussbett die Hälfte des Jahres trocken. Dort, wo sie wieder zu Tage tritt, behaupten die Bewohner wahrscheinlich: „Hier ist die einzig wahre Donauquelle!“ 🙂

Flussbett

Während wir bei heftigem Gegenwind von Donaueschingen nach Tuttlingen radelten, hatten wir viel Zeit über dieses Donauquellen-Dilemma nachzudenken und zu diskutieren. Wir sind zu dem Schluss gekommen: Wie so oft in der Wissenschaft gibt es auch zu diesem Thema verschiedene Theorien. Und warum soll es nicht mehrere Quellen geben? So können sich schließlich alle etwas vom Kuchen abschneiden, und Ruhm und Rubel werden einfach geteilt. Wir haben jedenfalls alle möglichen Donauquellen mit dem Rad besucht, egal zu welchem abschließenden Urteil die Geologen irgendwann einmal kommen sollten.

40 Radkilometer

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