3000km

Mit dem Fahrrad zum Schwarzen Meer

26. August 2013
von Benny
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Die Reise geht weiter! – Von Ulm nach Donauwörth

Zu unserer großen Überraschung war das Wetter heute früh nicht schlecht genug, um deshalb unseren Urlaub vorzeitig zu beenden. Also versorgten wir uns noch schnell mit Proviant und machten uns weiter gen Osten auf den Weg. Meist am Donauufer und entlang des Waldrands ging es auf schönen Wegen bis nach Dillingen, unserem heutigen Minimalziel. Dort stärkten wir uns im Café Guglhupf mit sensationell leckerem Kirschstrudel und Pfannenkuchen mit Eis.

strudel

Nachdem 60 Kilometer pro Tag für uns mittlerweile gut zu bewältigen sind (die hatten wir in Dillingen bereits), wollten wir heute mal unsere Grenze austesten. Gefunden haben wir sie bei etwa 80 Kilometern. Da hätten wir gut und gerne aufhören können, aber es waren ja nur noch weitere 16 Kilometer bis ins bayrische Donauwörth. Nur noch 16 Kilometer! Das musste doch zu schaffen sein! Schließlich hat unsere Radlerbekanntschaft vom Frühstück die Strecke Donauwörth-Ulm auch an einem Tag geschafft.

uferweg

Wir mussten gegen Ende ganz schön beißen, aber wir sind angekommen! Mit Hinterteilen, bestimmt so rot wie die von Pavianen, krummem Rücken und wehen Füßen erreichten wir, ohne den vorhergesagten Regen abzubekommen, am Abend Donauwörth und quartierten uns ins bisher teuerste Hotel unserer Reise ein. Aber wir finden: Das haben wir uns heute verdient!

raeder

96 Radkilometer

25. August 2013
von Katharina
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Regenpause in Ulm

Wie befürchtet fiel der heutige Sonntag komplett ins Wasser. Trüber Dauerregen hat sich über Ulm breit gemacht. Wahrlich kein Fahrradwetter! Aber eine gute Gelegenheit, nach sieben Tagen Fahrradfahren eine Pause einzulegen und sich ein paar Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

munster

Während einer Stadtführung erfuhren wir viel Spannendes über das historische Münster, den Ulmer Spatz und die außergewöhnliche Uhr am Rathaus, die nicht nur die Uhrzeit, sondern auch astronomische Ereignisse anzeigt. Trotz Regenschirmwetters war diese Reise in die Vergangenheit der Stadt Ulm sehr kurzweilig und ein großer Genuss. Ausklingen ließen wir unseren faulen Tag im Kino, mit Matt Damon, Jodie Foster und einer riesengroßen Tüte voll Popcorn.

uhr

Ob wir morgen weiterfahren können, steht in den Sternen. Der Wetterbericht macht uns im Augenblick keine große Hoffnung auf eine Rückkehr des Sommers oder zumindest auf ein paar regenfreie Tage. Wie es aussieht, werden wir morgen mit dem Zug nach Hause fahren. 🙁

24. August 2013
von Benny
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War das Schieben dir ein Graus, ruh dich hier ein bisschen aus!

Nach unserem Erhohlungsnachmittag in Riedlingen hatten wir heute früh wieder Energie, um weiter zu radeln. Als Tagesziel hatten wir uns zunächst das 40 km entfernte Ehingen gesetzt. Auf dem Weg dorthin waren einige steile Anstiege zu überwinden. Glücklicherweise wurden wir oben angekommen oft von schönen Radler-Rastplätzen überrascht, bei denen wir uns in ein Gästebuch eintragen konnten. Einen besonders netten Rastplatz haben die Bewohner von Datthausen uns müden Radlern gebaut.

vesper

Trotz der Hügel erreichten wir bereits gegen Mittag Ehingen, wo wir beschlossen, uns mit Spaghettieis und Schokoeisbecher zu stärken, und dann weiter nach Ulm zu radeln, um dort den angekündigten verregneten Sonntag zu verbringen. Leider fing der verregnete Sonntag bereits am Samstag Nachmittag an, so dass wir die letzten 10 Kilometer im Regen und von Donnergrollen begleitet zurücklegen mussten. Am Ende waren wir etwas genervt von den flatternden, nassen Regencapes (da muss es doch eine bessere Lösung geben, oder?), aber stolz, Ulm erreicht und einen neuen Kilometerrekord aufgestellt zu haben.

wegweiser

75 Radkilometer

23. August 2013
von Katharina
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Müssen wir unsere Fahrradtour vorzeitig abbrechen?

Nach unserer wunderschönen Tour von Tuttlingen nach Sigmaringen wachte ich heute Morgen mit einem üblen Kratzen im Hals auf. Ich fühlte mich nicht besonders fit und befürchtete, mich durch das abwechselnde Schwitzen und Frieren beim Radfahren erkältet zu haben. Nach einigem Hin- und Herüberlegen am Frühstückstisch entschieden wir uns, einen Tag Pause einzulegen und abzuwarten, wie es sich entwickelt. Schließlich findet in Sigmaringen auch gerade die Gartenschau statt, die sicher einen Besuch lohnt. Doch ausgerechnet wegen dieser Schau war unser Hotel für das ganze Wochenende ausgebucht. Keine Chance, unser Doppelzimmer für eine weitere Nacht zu behalten. „Ganz Sigmaringen ist an diesem Wochenende dicht!“, bedauerte unsere Gastwirtin. Also half es nichts: Rauf auf’s Fahrrad, Salbei-Bonbons in der Drogerie gekauft und weiter Richtung Riedlingen.

Hinter Sigmaringen verließ die Donau die bergige Landschaft und der Radweg führte uns über weite Felder  Richtung Ulm. Wieder machten wir die Erfahrung, dass wir besonders auf den ebenen Strecken sehr viel Gegenwind haben. Gegen Mittag erreichten wir Riedlingen. Da uns noch die 60 kilometer vom Vortag in den Beinen steckten und es anfing zu regnen, kehrten wir hier frühzeitig ein und ruhten uns in der schönen Altstadt etwas aus. Und die Halsschmerzen? Die waren zum Glück irgendwie weggeradelt. 🙂

riedlingen
40 Radkilometer

22. August 2013
von Benny
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Von Tuttlingen nach Sigmaringen

Ist man auf schwer bepackten Fahrrädern unterwegs, kommt man schnell ins Gespräch. Nicht nur mit anderen Donauradlern, die man immer wieder auf dem Radweg sieht und häufig auch am Frühstückstisch wieder trifft, meist von einem lachenden „Ach, ihr auch hier?“ begleitet. Auch Menschen, die selbst einmal lange Strecken mit dem Rad zurückgelegt haben, suchen den Kontakt und interessieren sich für unsere Reise. So wurden wir zum Beispiel an der Bregquelle von einem älteren Herrn angesprochen, der früher einmal Radrennen gefahren ist und auch lange Fahrradreisen unternommen hat. Als wir von unserem Vorhaben berichteten, schwärmte er uns von der Strecke zwischen Tuttlingen und Sigmaringen vor. „Das ist die schönste Strecke! Darauf könnt ihr euch freuen!“

fels

Der freundliche Radprofi sollte Recht behalten: Dieser Abschnitt des Donauradwegs gehört wirklich zu den bisherigen Höhepunkten unserer Reise. Die Donau schlängelt sich hier durch das wunderschöne, obere Donautal mit toller Bergkulisse, kleinen Bergdörfern und vielen steilen Felswänden rechts und links des Weges. Es geht die meiste Zeit am Waldrand entlang, daneben die immer breiter werdende Donau. Die Tagesetappe von Tuttlingen nach Sigmaringen war ein großer Genuss und ein tolles Naturerlebnis.

LandschaftSigmaringen

Natürlich brachten die Berge auch einige Steigungen mit sich, die zu überwinden waren. Aber die Landschaft und das wunderbare Sommerwetter hat uns für die Mühen entlohnt. Stolz über unseren neuen Kilometerrekord  erreichten wir am Spätnachmittag Sigmaringen.

siegmaringen

59 Radkilometer

21. August 2013
von Katharina
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Brigach und Breg bringen die Donau zu weg. Oder etwa doch nicht?

Irgendwie haben wir uns das wohl zu einfach vorgestellt mit der Donauquelle. In Donaueschingen angekommen wurden wir darüber belehrt, dass Brigach und Breg mitnichten die Quellen der Donau sind, sondern dass sich in Donaueschingen die einzig wahre Quelle befindet. Und zwar nicht weil sich dort Breg und Brigach vereinigen. Nein, die Quelle des zweitgrößten Stroms Europas soll zwischen der Stadtkirche St. Johann und dem Schloss aus der Erde sprudeln. Also radelten wir zu dieser Karstaufstoßquelle, wo uns eine große Baustelle mit dem Hinweis: „Die Donauquelle ist umgezogen!“ begrüßte. 🙂

Donaueschingen

Unsere Verwirrung war schließlich perfekt als wir auf dem Donauradweg hinter Immendingen die Donauversickerung vorfanden. Die Donau versickert dort einfach im Boden. Etliche Kilometer ist das Flussbett die Hälfte des Jahres trocken. Dort, wo sie wieder zu Tage tritt, behaupten die Bewohner wahrscheinlich: „Hier ist die einzig wahre Donauquelle!“ 🙂

Flussbett

Während wir bei heftigem Gegenwind von Donaueschingen nach Tuttlingen radelten, hatten wir viel Zeit über dieses Donauquellen-Dilemma nachzudenken und zu diskutieren. Wir sind zu dem Schluss gekommen: Wie so oft in der Wissenschaft gibt es auch zu diesem Thema verschiedene Theorien. Und warum soll es nicht mehrere Quellen geben? So können sich schließlich alle etwas vom Kuchen abschneiden, und Ruhm und Rubel werden einfach geteilt. Wir haben jedenfalls alle möglichen Donauquellen mit dem Rad besucht, egal zu welchem abschließenden Urteil die Geologen irgendwann einmal kommen sollten.

40 Radkilometer

20. August 2013
von Benny
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Vom Geburtsort der Kuckucksuhr zum Donauursprung

Von Schönwald aus erreichten wir heute die Bregquelle, die als Donauursprung gilt. Bei sonnigem Wetter mühten wir uns die letzten Höhenmeter zum Donauursprung hinauf. Da war er nun: Der eigentliche Startpunkt unserer Reise. Diesen historischen Moment feierten wir mit einer wunderbaren Bauernbratwurst, die wir uns nach dem anstrengenden Anstieg redlich verdient hatten.
Donauquelle
Die nächsten zehn Kilometer waren wegen des starken Gefälles dann sehr schnell geradelt. Immer entlang der Breg erreichten wir am Spätnachmittag Donaueschingen, wo sich Breg und Brigach vereinigen.

44 Radkilometer

19. August 2013
von Benny
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Brigachquelle, Regen und das unheimliche Gasthaus im Schwarzwald!

Heute geht es also wirklich los! Vor dem ersten Kilometer warteten wir noch zwei Regenschauer ab und frühstückten in Ruhe. Die nette Dame in der Tourist-Info erklärte uns noch den Weg zu den Quellen und rüstete uns mit einer Karte aus.

Somit gut vorbereitet machten wir uns auf den Weg zur Brigachquelle. Leider erschienen uns die beschilderten Wege für unsere vollgepackten Drahtesel deutlich zu steil. Deshalb mussten wir die sanfter ansteigende Landstraße wählen. Nach etwa einer Stunde anstrengender Fahrt (mit einer krachenden Schaltung…) erreichten wir bereits die erste Quelle der Donau.

Brigachquelle

Nun ging es noch mal ein gutes Stück bergauf, bis wir auf dem Bergrücken den Hirzwald Gasthof erreichten, wo uns ein dicker Schauer erwartete. Also schnell rein ins Warme! Drinnen suchten wir uns einen schönen Platz aus und warteten auf den Wirt. Er begrüßte uns mit den freundlichen Worten: „Da isch der Stammtisch! Da könnter net hocke.“ Trotz dieses Faux-Pas servierte er uns eine heiße Flädle-Suppe. Tja, Augen auf bei der Platzwahl. 😉

Nachdem der Schauer etwas nachgelassen hat, haben wir uns in unsere neonfarbenen Zwergenkostüme (die Regencapes) geschmissen und uns unserem Schicksal ergeben: 6 km Landstraße im leichten bis mittelschwerem Regen! Mann, war die Freude groß, als wir in Schönwald ein trockenes Plätzchen in der „Schwarzwaldtanne“ fanden.

Regencape

Dort gingen wir der krachenden Schaltung auf den Grund: Eines der Kettenglieder war wohl der Belastung nicht gewachsen. Jetzt weiß ich, warum ich seit 10 Jahren einen Kettenglied-Ausdrücker durch die Gegend fahre. Heute war sein großer Tag! Die Kette ist jetzt repariert, und wir sind bereit, morgen die Bregquelle ausfindig zu machen.

Kette

16 Radkilometer

18. August 2013
von Katharina
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Bugs Bunny zeigt uns den Weg zum Schwarzen Meer

Endlich ist es losgegangen, unser großes Donau-Abenteuer. Wir sind unterwegs! Zur Feier des Tages wurden wir am Frankfurter Hauptbahnhof von Bugs Bunny und Daffy Duck begrüßt. Manch einer mag behaupten, die beiden seien wegen  der 125jährigen Jubiläumsfeier des Bahnhofs gekommen, aber das glaube ich nicht. Die Wahrheit ist: Die beiden Tiny Toons wollten zwei Helden sehen, die ausziehen, um Abenteuer zu erleben.

Und Abenteuer erlebt man nun wirklich, wenn man mit der Deutschen Bahn unterwegs ist. Von Karlsruhe nach St. Georgen hielten wir uns in einem Fahrradabteil mit 14 Rädern und ihren  Fahrern auf. Darunter eine Familie mit drei Kindern im Lausbubenalter, die wir um ihre humorvolle Gelassenheit in der doch anstrengenden Situation sehr beneideten.

Nun sind wir hier, in St. Georgen, unserem Startpunkt, und können kaum erwarten, morgen endlich richtig in die Pedale zu treten. Denn bisher haben wir nur 12 Kilometer auf dem Tacho. Aber da sollen ab morgen ganz viele dazukommen.

2 Räder auf großer Fahrt

2 Räder auf großer Fahrt

 

8. August 2013
von Benny
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Noch 10 Tage bis zum Start

Heute sind es noch genau 10 Tage bis zum Start unserer Reise. Mein Mountainbike ist mittlerweile zum Lastenesel umfunktioniert und wurde zu diesem Zweck mit einem robusten Gepäckträger sowie Low-Rider-Haltern ausgestattet.

Bennys Lastenesel

Die zugehörigen Packtaschen sind jetzt auch angekommen und wollen befüllt werden. Nun können wir schon mal testen, ob wir unsere ganzen Sachen auch auf den Rädern unterbringen.

Die Packtaschen

Seit Mittwoch gibt es auch kein Zurück mehr: Die Fahrkarten für den Zug, der uns an den Startpunkt unserer Reise (St. Georgen im Schwarzwald) bringt, sind gebucht. Auch die erste Übernachtung haben wir schon mal organisiert und uns im „Hotel Kammerer“ angemeldet. Von dort werden wir dann am 19. August in unser großes Abenteuer starten.